Italien zählt etwa 59 Millionen Einwohner, verteilt auf 7.896 Gemeinden. Doch die Verteilung ist alles andere als gleichmäßig: 40% der Bevölkerung konzentriert sich in nur 200 Gemeinden, während Tausende von Dörfern gegen die Entvölkerung kämpfen. Die von DatiItalia aufbereiteten ISTAT-Daten ermöglichen es, diese Realität Gemeinde für Gemeinde abzubilden.
Nationaler Überblick
Italiens Bevölkerung befindet sich seit 2015 in einem langsamen Rückgang. Der negative natürliche Saldo (mehr Todesfälle als Geburten) wird nicht mehr durch Zuwanderung ausgeglichen. Das Ergebnis ist ein Nettoverlust von etwa 100.000-150.000 Einwohnern pro Jahr.
Die bevölkerungsreichsten Regionen sind die Lombardei (über 10 Millionen), Latium (5,7 Millionen) und Kampanien (5,6 Millionen). Die bevölkerungsärmsten: Aostatal (125.000), Molise (290.000) und Basilikata (540.000).
Gemeinde-Rangliste
Rom dominiert mit über 2,7 Millionen Einwohnern — mehr als die gesamte Region Umbrien. Mailand folgt mit 1,4 Millionen, dann Neapel mit 900.000. Doch die Zahlen verbergen gegenläufige Dynamiken: Mailand wächst, Rom stagniert, Neapel verliert Einwohner.
Die 20 Gemeinden mit den meisten Einwohnern
Wohnbevölkerung — ISTAT-Daten
Regionale Verteilung
Die Bevölkerungsverteilung spiegelt die Wirtschaftsgeschichte des Landes wider. Norden und Mitte konzentrieren die größten und attraktivsten Städte, während der Süden seit Jahrzehnten stetig an Bevölkerung verliert. Die Lombardei allein beherbergt ein Sechstel aller Italiener.
Aus welchen Regionen stammen die 50 größten Gemeinden
Regionale Verteilung der 50 bevölkerungsreichsten Gemeinden
Bevölkerungskarte Italiens
Alle 7.896 Gemeinden nach Einwohnerzahl eingefärbt
3D-Karte: Bevölkerung nach Gemeinde
Säulen proportional zur Bevölkerung — ziehen zum Drehen
Die Zukunft: Wer wächst und wer verschwindet
Die ISTAT-Prognosen bis 2050 zeichnen ein geteiltes Italien. Die Höhe stellt die aktuelle Bevölkerung dar, die Farbe die prognostizierte Veränderung bis 2050. Grüne Gemeinden werden wachsen — konzentriert um Mailand, Bologna und entlang der Adriaküste. Rote Gemeinden werden sich leeren — inneres Sardinien, südlicher Apennin, inneres Sizilien.
Wer wächst und wer verschwindet: Prognosen 2050
Höhe = aktuelle Bevölkerung, Farbe = prognostizierte Veränderung 2050
Demografische Trends
Der Bevölkerungsrückgang trifft nicht alle gleichermaßen. Universitätsstädte und Wirtschaftszentren im Norden ziehen junge Menschen an, während sich die Binnengebiete des Südens leeren. Gemeinden wie Bologna, Mailand und Parma wachsen; Gemeinden im Apennin und im Inneren Sardiniens verlieren jährlich 2-3% ihrer Bevölkerung.
Die alarmierendste Zahl: Über 2.500 Gemeinden haben heute weniger als die Hälfte der Einwohner von 1951. Ein Italien, das verschwindet, Dorf für Dorf.
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