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  3. Geburtenraten in den italienischen Regionen: Ein Datenvergleich
Demografie21 marzo 2026

Geburtenraten in den italienischen Regionen: Ein Datenvergleich

Welche italienische Region hat die höchste Geburtenrate? Von Bozen bis Sardinien: regionale Ranglisten mit interaktiven Grafiken.

Die Geburtenrate Italiens gehört zu den niedrigsten der Welt: etwa 6,2 Geburten pro tausend Einwohner. Doch hinter dem nationalen Durchschnitt verbirgt sich ein enormes regionales Gefälle. Trentino-Südtirol hält Raten, die fast doppelt so hoch sind wie auf Sardinien. Zu verstehen, wo und warum mehr Kinder geboren werden, ist der Schlüssel zur Bewältigung der demografischen Krise.

Das nationale Bild

2025 wurden in Italien weniger als 370.000 Kinder geboren — ein Negativrekord. Für einen Generationenwechsel wären mindestens 500.000 Geburten pro Jahr nötig. Das Defizit ist strukturell und kumuliert sich Jahr für Jahr.

Die Ursachen sind bekannt: Arbeitsplatzunsicherheit, Wohnkosten, steigendes Alter bei der ersten Geburt (32 Jahre bei Frauen) und fehlende Kinderbetreuung. Die Intensität dieser Faktoren variiert jedoch radikal von Region zu Region.

◆
<370k
Geburten pro Jahr (Italien)
6,2
‰
Durchschnittl. Geburtenrate
Trentino-SA
~8,5‰
Beste Region
Sardinien
~4,8‰
Schlechteste Region

Wo die Geburtenrate am höchsten ist

Die Gemeinden mit den höchsten Geburtenraten konzentrieren sich im Trentino-Südtirol, in Teilen der Lombardei und Venetiens sowie in Gemeinden mit einem hohen Anteil an Einwandererfamilien.

Trentino-Südtirol ist ein Sonderfall: robuste Familienpolitik (Landeszulagen, flächendeckende Krippen, erleichtertes Teilzeitarbeiten), ein solider Arbeitsmarkt und eine kulturelle Tradition, die kinderreiche Familien wertschätzt. Das Ergebnis: eine Geburtenrate von 8,5 pro Tausend — fast 40% über dem nationalen Durchschnitt.

◆

Gemeinden mit der höchsten Geburtenrate

Geburten pro 1.000 Einwohner — Top 15 Gemeinden mit Bevölkerung > 5.000

Quelle: DatiItalia — Daten von ISTAT, MEF, ISPRA, EEA

Wo keine Kinder mehr geboren werden

Am anderen Extrem verzeichnen Sardinien und Ligurien die niedrigsten Raten Europas — weniger als 5 Geburten pro tausend Einwohner. In diesen Gebieten ist das demografische Problem ein echter Notfall: Schulen schließen, Geburtsstationen werden aufgelöst, Gemeinden, in denen die letzte Geburt Jahre zurückliegt.

Auch der Süden, historisch kinderreicher, hat einen Einbruch erlebt. Kampanien, das in den 1980er Jahren doppelt so hohe Raten wie der Norden hatte, liegt heute auf dem nationalen Durchschnitt. Sizilien ist darunter gefallen.

◆

Gemeinden mit dem negativsten natürlichen Saldo

Differenz Geburten minus Todesfälle pro 1.000 Einwohner

Quelle: DatiItalia — Daten von ISTAT, MEF, ISPRA, EEA

Die Karte der Geburtenrate

Wo werden in Italien Kinder geboren? Die 3D-Karte zeigt jede Gemeinde mit einer Höhe proportional zur Geburtenrate (Geburten pro 1.000 Einwohner). Die Spitzen konzentrieren sich in Kampanien, Trentino-Südtirol und in Gemeinden mit starker Präsenz von Einwandererfamilien. Die flachen Ebenen entsprechen Ligurien, Sardinien und dem Apennin-Hinterland — Gebiete, in denen die Geburten zum Stillstand gekommen sind.

◆

3D-Karte: Geburtenrate nach Gemeinde

Höhe proportional zur Geburtenrate — ziehen zum Drehen

Quelle: DatiItalia — Daten von ISTAT, MEF, ISPRA, EEA

Die demografische Zukunft: Wer ueberlebt bis 2050

ISTAT-Prognosen bis 2050, gekreuzt mit aktuellen Geburtenraten, zeigen wer eine Zukunft hat und wer nicht. Die Hoehe stellt die Geburtenrate dar, die Farbe die prognostizierte Bevoelkerungsveraenderung bis 2050 (gruen = Wachstum, rot = Rueckgang).

◆

Wer ueberlebt bis 2050

Hoehe = Geburtenrate, Farbe = prognostizierte Bevoelkerungsveraenderung 2050

Quelle: DatiItalia — Daten von ISTAT, MEF, ISPRA, EEA

Die Ursachen des Gefälles

Der Unterschied zwischen den Regionen ist nicht nur kulturell bedingt. Die Schlüsselfaktoren sind:

- Frauenerwerbstätigkeit: Paradoxerweise haben Regionen mit höherer Frauenerwerbsquote (Emilia-Romagna, Trentino) auch höhere Geburtenraten. Arbeit gibt finanzielle Sicherheit, und Sicherheit ermöglicht Kinder.

- Kinderbetreuung: Die Krippenversorgung reicht von 33% im Zentrum-Norden bis 13% im Süden. Ohne Krippen muss eine Frau zwischen Beruf und Mutterschaft wählen.

- Wohnkosten: In Städten, in denen die Miete über 40% des Haushaltseinkommens verschlingt, wird ein zweites Kind zum Luxus.

- Einwanderung: Gemeinden mit mehr Ausländern haben deutlich höhere Geburtenraten. Einwandererfamilien haben im Durchschnitt 1,9 Kinder gegenüber 1,2 bei italienischen Familien.

Erkunden Sie alle Daten zur Geburtenrate im Bereich Demografie von DatiItalia.

In diesem Artikel
  • Das nationale Bild
  • Wo die Geburtenrate am höchsten ist
  • Wo keine Kinder mehr geboren werden
  • Die Karte der Geburtenrate
  • Die demografische Zukunft: Wer ueberlebt bis 2050
  • Die Ursachen des Gefälles

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