Mehr als 4.000 italienische Gemeinden — über die Hälfte — haben im letzten Jahrzehnt Einwohner verloren. Die Entvölkerung ist nicht gleichmäßig: Sie trifft den Apennin, das Landesinnere des Südens und die Inseln hart, während die großen Ballungsräume des Nordens verschont bleiben. Das Ergebnis ist ein Land der zwei Geschwindigkeiten.
Die Ursachen sind bekannt: sinkende Geburtenrate, Alterung und Abwanderung der Jungen in die Städte und ins Ausland. Die Folge ist ein Teufelskreis — weniger Einwohner bedeuten weniger Dienste, was weitere zum Wegzug bewegt.
Prognosen bis 2050
Die Gemeinden mit dem stärksten prognostizierten Rückgang bis 2050 sind fast alle kleine Berg- oder Binnenorte, deren Altersstruktur bereits stark zu den Älteren verschoben ist.
Die 15 Gemeinden mit dem stärksten prognostizierten Rückgang bis 2050
Geschätzte Bevölkerungsveränderung 2025→2050
Die Karte der Entleerung
Die Geografie ist eindeutig: der Apennin-Rücken, das sardische und sizilianische Binnenland und randständige Alpengebiete zeigen die niedrigsten Dichten und den schnellsten Rückgang.
Bevölkerungskarte nach Gemeinde
Jede Gemeinde nach Einwohnern gefärbt — zoomen zum Erkunden
Siebzig Jahre Abwanderung
Volkszählungsdaten seit 1951 zeigen die langfristige Entvölkerung. Dutzende Gemeinden haben über 90% ihrer Einwohner verloren: Folge der ländlichen Abwanderung der Nachkriegszeit, nie durch Zuzug ausgeglichen.
Die 15 am stärksten entleerten Gemeinden seit 1951
Bevölkerungsveränderung % seit der Volkszählung 1951
Erkunden Sie die Demografiedaten jeder Gemeinde im Bereich Demografie und vergleichen Sie bis zu 4 im Bereich Vergleichen. Entvölkerung ist nur umkehrbar, wo Dienste, Arbeit und junge Menschen zurückkehren.